HP 12C Platinum Financial Calculator User Manual Page 194

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194 Abschnitt 13: Investitionsanalyse
File name: hp 12c pt_Benutzeranleitung_Deutsch_G_HDPMF123G06 Page: 194 of 280
Printed Date: 2005/8/4 Dimension: 14.8 cm x 21 cm
Modifizierte Rendite bis zur Endfälligkeit
Die traditionelle Methode der „Rendite bis zur Endfälligkeit” (IRR) bringt einige
Nachteile mit sich, die ihre Anwendbarkeit für einige Investitionsanwendungen
beeinträchtigen. Diese Methode setzt voraus, dass alle Cashflows entweder reinvestiert
werden oder zu der errechneten Rendite diskontiert werden. Diese Annahme ist
finanzwirtschaftlich vernünftig, solange die Rendite innerhalb einer realistischen
Bereichs für Leih- und Verleihgeschäfte liegt (z.B. 10% bis 20%). Wenn der IRR-Wert
entscheidend größer oder kleiner wird, verliert diese Annahme zunehmend an
Gültigkeit und der resultierende Wert ist weniger als Maßstab für Investitionen geeignet.
IRR wird auch durch die Anzahl der Vorzeichenwechsel der Cashflows begrenzt
(positiv zu negativ oder umgekehrt). In der IRR Methode kann jeder Vorzeichenwechsel
ein zusätzliches Ergebnis liefern. Die Cashflow-Sequenz im folgenden Beispiel hat drei
Vorzeichenwechsel und liefert daher bis zu drei potentielle Werte für die interne
Rendite. Dieses Beispiel besitzt drei positive reale Antworten: 1,86, 14,35 und 29.
Obwohl mathematisch sinnvoll, sind solche Mehrfach-Antworten als
Entscheidungskriterium für Investitionen nicht geeignet.
Die Methode der „modifizierten Rendite bis zur Endfälligkeit” (MIRR) ist eine von
mehreren Alternativen zur traditionellen IRR Methode, die deren Nachteile überwindet.
Diese Methode umgeht die oben beschriebenen Probleme des Vorzeichenwechsels und
der Reinvestition/Diskontierung, indem anwenderdefinierte Sätze für Rückinvestition
und Darlehen benutzt werden.
Negative Cashflows werden zu einem sicheren Satz diskontiert, der die Rendite der
Kapitalanlage in ein liquides Konto reflektiert. Die hierfür allgemein benutze Größe ist
der Satz eines kurzfristigen Wertpapiers (T-Bill) oder Sparbuches.
Positive Cashflows werden zu einer Reinvestitionsrate reinvestiert, die die Rendite der
Kapitalanlage mit vergleichbarem Risiko reflektiert. Hierzu kann ein durchschnittlicher
Ertragssatz aus aktuellen Marktinvestitionen verwendet werden.
Die Vorgehensweise besteht aus folgenden Schritten:
1. Berechne den künftigen Wert der positiven Cashflows (NFV) bei der
Reinvestitionsrate.
2. Berechne den Barwert der negativen Cashflows (NPV) bei einer sicheren Rate.
3. Löse mit gegebenen n, PV und FV nach i auf.
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